Kreditkarte

Die verschiedenen Kreditkartenarten

Die klassische Kreditkarte wird zum Zahlen von Waren und Dienstleistungen benutzt, die dann auf einer regelmäßigen, meist monatlichen, Abrechnung auftauchen. Diese muss der Kunde prüfen, ähnlich einem Kontoauszug, um festzustellen, falls sich unrechtmäßige Buchungen eingeschlichen haben. Wird kein Widerspruch vom Kunden eingelegt, wird die Summe vom vereinbarten Girokonto abgebucht. Die Karte enthält eine sogenannte Kreditkartennummer, um sie eindeutig identifizieren zu können.
Eine weitere Art der Karten sind die Chargekarten. Dabei bekommt der Kunde einmal monatlich eine Rechnung über den zusammengefassten Betrag, den er dann innerhalb von 30 Tagen begleichen muss. Bis dahin hat man sozusagen über die Karte einen zinslosen Kredit, da man das Geld ja schon einige Tage zuvor einem Händler bezahlt hat.

Weiterhin üblich sind die Debitkarten. Hier bekommt der Kunde sofort nach Bezahlung die Belastung auf dem Konto. Zu diesen Debitkarten gehört die allgemein bekannte EC-Karte. Sie ist zwar keine Kreditkarte im klassischen Sinn, gehört aber in der Klassifizierung dazu. Sie hat keine Kreditkartennummer, aber die Nummer des Girokontos, zu dem sie gehört, ist aufgedruckt.
Weiterhin gibt es die Daily-Chargekarte. Diese Kombination aus Charge- und Debitkarte wird über ein technisches Kartenkonto abgewickelt. Dieses ist immer nur im Guthaben zu führen. Zudem gibt es aber einen monatlichen Kreditrahmen, ähnlich einem Dispo. Einmal monatlich wird der gesammelte Betrag vom Girokonto eingezogen, wie bei einer klassischen Kreditkarte.

Inzwischen gibt es etwas Neues, die virtuellen Kreditkarten, die für Einkäufe im Internet genutzt werden können. Bei einem Online-Einkauf funktionieren sie wie ein normale Kreditkarte, indem man die Kreditkartennummer und eventuell andere verlangte Daten eingibt.
Weitere Karten sind die Prepaid-Karten, die viele vom Handy her kennen. Hier gibt es keine Verfügungen in Form eines Kredites, sondern immer nur von einem vorher aufgeladenen Guthaben. Somit ist es keine Kreditkarte, wie man es sich vorstellt, sondern eher eine Art Guthabenkarte, von der man zahlen kann wie aus einem Portemonnaie. Damit zahlen kann man nur an Stellen, an denen es eine direkte online Verbindung gibt. Denn schließlich muss der Stand des Kontos geprüft werden. Ähnlich ist dies dem Verfahren bei der EC-Karte, bei der mittels Geheimzahl ebenfalls eine Zahlung ausgeschlossen wird, wenn der Rahmen ausgeschöpft ist. Bei manchen dieser Anbieter gibt es auf der Karte sogar eine Guthabenverzinsung, womit die Karte einem Tagesgeldkonto ähnelt.

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