Sondertilgung

Sondertilgung – durch neue Richtlinien einfacher

Wird ein Kredit aufgenommen, werden auch die Konditionen genau festgelegt. Neben der Kreditsumme und der Höhe der Zinsen, betrifft dies auch die monatliche Abzahlung und die damit verbundene Laufzeit. Möchte jemand zusätzlich zu den normalen monatlichen Raten etwas zurückzahlen, wird dies Sondertilgung genannt. In manchen Kreditverträgen kann bei Abschluss eine Sondertilgung vereinbart werden. Diese betrifft meist einen bestimmten Zinssatz im Verhältnis zur Kreditsumme. Sinnvoll ist dies zum Beispiel wenn in nächster Zeit Geld durch eine Erbschaft oder eine Geldanlage zu erwarten ist. Auch wenn zum Teil zusätzliche Lohnzahlungen kommen, wie Bonusgelder oder Weihnachts- und Urlaubsgeld, kann eine Sondertilgung Sinn machen.

Zum Teil wurden von den Kreditunternehmen hohe Zinsen für diese Sondertilgung verlangt. Dies wurde in den EU-Verbraucherkreditrichtlinien jedoch geregelt. Es darf nur noch 1% der restlichen Kreditsumme als Vorfälligkeitsentschädigung genommen werden. Ist von der Kreditlaufzeit weniger als ein Jahr übrig darf nur noch 0,5% verlangt werden. Dies macht eine Sondertilgung sicherlich attraktiver und hilft monatliche Kosten zu minimieren, die sonst durch die Ratenzahlung weiterhin bestanden hätte.
Doch es stellt sich die Frage, ob es nicht mehr Sinn macht, das Geld anzulegen und den Kredit weiterhin normal abzubezahlen. Da im Augenblick die Zinsen für das Anlegen von Geld eher niedrig sind, lohnt sich meist eher eine Abbezahlung. Steigen die Zinsen wieder, ist es gut sich hier Vergleiche anzuschauen und dann das bessere Angebot zu wählen.
Sondertilgungen können finanzielle Belastung minimieren. Ob sie immer günstig ist, muss für jeden Fall individuell ausgerechnet werden.

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